4 Fragen an Fabian Queisser, Inhaber und Geschäftsführer von Interactive Engineering

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4 Fragen an Fabian Queisser, Inhaber und Geschäftsführer von Interactive Engineering

 

  1. Warum das (große) Ganze, Herr Queisser?
    Die demografische Entwicklung stellt unser Gesundheitswesen vor signifikante Herausforderungen. Digitale und mobile Technologien zeigen Lösungswege auf. Im Markt kursieren bereits viele gute Ideen dazu. Allerdings sind das meist Insellösungen, die separat laufen und deshalb den Überblick erschweren und auch nicht dafür geeignet sind, die Versorgungsstrukturen im Gesundheitswesen insgesamt effizient zu organisieren. Aus diesem Grund verfolgen wir einen holistischen, also ganzheitlichen Ansatz: Die permanente digitale Vernetzung steht bei uns im Mittelpunkt. Denn es geht darum, die Fülle von Daten, die durch neue Technologien leicht erhoben und gesammelt werden können, in Zukunft so zu nutzen und zu verknüpfen, dass Zusammenhänge sichtbar werden. Krankheiten und Risiken können dadurch besser erkannt werden; Prävention und Behandlungen lassen sich frühzeitiger in die Wege leiten. Das schafft Mehrwert für das gesamte Gesundheitswesen und öffnet Anbietern neue Marktchancen.

  2. Wie setzen Sie das um?
    Wir entwickeln eine elektronische Gesundheitsakte, die so offen konzipiert ist, dass externe Angebote und Anwendungen leicht andocken können. Vital-, Bewegungs- und Gesundheitsdaten sowie weitere relevante Informationen, zum Beispiel Röntgen- und CT-Bilder, Daten aus weltweiten Datenbanken, Studienergebnisse etc. fließen in die Akte ein, sodass ein ganzheitlicher 360°-Blickwinkel entsteht. Wir sorgen also für die Kompatibilität der Daten und richten passende Schnittstellen ein. Parallel dazu gehen wir Kooperationen mit Akteuren im Gesundheitsmarkt ein, um aktuelle Informationen verfügbar zu machen. Denn wir wollen Synergien fördern und die Zukunft gemeinsam beschreiten.

  3. Was machen Sie anders als der Wettbewerb?
    Als erstes verfolgen wir wie gesagt keine Insellösungen, sondern einen holistischen Ansatz. Das unterscheidet uns von vielen. Außerdem heißt es bei uns: „consumer first“. Das bedeutet, wir stellen den Patienten in den Mittelpunkt. Er muss jederzeit Herr seiner Daten sein, dafür sorgen wir. Indem wir seine Daten qualifiziert aufbereiten, zusätzlich um wichtige Informationen ergänzen und alles jederzeit zugriffsbereit machen, fördern wir ein aufgeklärtes, kompetentes und selbstbestimmtes Handeln. Das entlastet die gesamte Gesundheitsversorgung.

  4. Was sind jetzt die nächsten Schritte?
    Wir befinden uns zurzeit in der Serie-A-Finanzierungsrunde für die Realisierung unseres modular aufgebauten User Interfaces für unser Produkt „Benesana Classic“. Das ist sozusagen der erste Schritt zu einem sicheren cloudbasierten Gesundheitsmanagement, das dem „Kunden“ ermöglicht, seine eigenen Daten zu verwalten und auf personalisierte Dienstleistungen zuzugreifen.

 

23. April 2018

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